Problembranche Handwerk

Das Handwerk, aktuell womöglich die Branche mit den meisten Beiträgen in den Medien. Denn es herrscht Bauboom und gleichzeitig Fachkräftemangel. Aber woran liegt das? Ist es das Geld? Nicht nur aber sicher auch ein Grund. Zahlreiche Ausbildungsstellen sind offen und werden einfach nicht besetzt. Und wer auf der anderen Seite also auf der Seite des Kundens schon einmal in letzter Zeit war, spürt die Auswirkungen. Man muss teilweise wirklich Glück oder Kontakte haben, ansonsten heißt es warten. Gerade bei Privathaushalten oder kleineren Tätigkeiten dauert es teils Wochen und Monate, da die Betriebe natürlich die großen Baustellen bevorzugen, was auch verständlich ist.

Doch woran liegt es jetzt genau? Es gibt für den Mangel an Fachkräften mehrere Gründe:

1. Immer weniger Azubis

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft ist eine Ausbildung lange nicht mehr so angesehen wie vor einigen Jahren. Heutzutage möchte jeder studieren gehen, weil die meisten denken, dass Sie dann mehr verdienen (was nicht unbedingt der Fall ist). In der Regel möchte man aber in der Familie und in der Gesellschaft gut da stehen. Und selbstverständlich ist es doch so das man mit einem Studium am Ende mehr verdient als der Handwerker. Auch die Bequemlichkeit durch das Internet, moderne Technik und Co ist gestiegen. Viele Jugendliche möchten sich einfach nicht mehr die Hände schmutzig machen, sondern sitzen lieber im Büro.

2. Bauboom

Durch die niedrigen Zinsen der letzten Jahre und steigenden Mieten wird immer mehr gebaut. Und gerade in Städten entsteht ein Gebäude nach dem anderen. Noch nie war Geld so günstig wie heute und das nutzen Investoren und Unternehmen aus. Darüber hinaus muss in größeren Städten gebaut werden, da immer mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen. Es kommt also automatisch zu mehr Aufträgen, welche abgearbeitet werden müssen.

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