Branchenvorstellung: Hotellerie

Die Hotellerie bietet den Gästen gleichermaßen die Beherbergung und gastronomische Leistungen (Verpflegung). Es gehören dazu:

  • Hotels
  • Pensionen
  • Privatquartiere
  • Ferienheime
  • Jugendherbergen
  • Rasthäuser
  • Schutzhütten

Einige der genannten Einrichtungen fallen eher unter die Parahotellerie, so Jugendherbergen, Schutzhütten und Rasthäuser. Man zählt auch dazu beispielsweise auch Schullandheime. In der Parahotellerie ist der Service sehr stark eingeschränkt oder fehlt völlig, doch in der Regel wird Übernachtung und Frühstück angeboten, womit der Grundstandard der Hotellerie – Beherbergung und Verpflegung – gewährleistet ist. Nicht zur Hotellerie gehören Restaurants und Cafés sowie alle sonstigen Einrichtungen, die keine Unterbringung bieten. Auch seit vielen Jahren ein fester Bestandteile sind Portale wie PWT Tagungshotels die Hotels vermitteln.

Hotellerie als Wirtschaftsfaktor

 

die hotellerie branche

 

In den entwickelten europäischen Ländern geht es der Hotellerie überwiegend sehr gut, in Tourismusregionen boomt sie. Auch in Deutschland steigen schon seit den frühen 2000er Jahren die Übernachtungszahlen jährlich um ein bis zwei Prozent. Hintergrund ist auch der Deutschlandtourismus, der Gäste aus aller Welt ins Land holt. Darüber hinaus besinnen sich viele Deutsche auf ihre schöne Heimat und verzichten häufiger auf umweltschädliche Auslandsflüge. Deutschland hat schließlich alles zu bieten was des Reisenden Herz begehrt: zwei Meere, majestätische Berge und Kultur ohne Ende. Die Zahl der Übernachtungen in Deutschland liegt 2019 bei rund 275 Millionen (vorläufige Schätzung), der Nettoumsatz könnte 27 Milliarden Euro erreichen. Weitere Zahlen des IHA-Branchenreports sind:

  • durchschnittliche Zimmerauslastung: 73 %
  • durchschnittlicher Netto-Zimmerpreis ohne Mehrwertsteuer und Frühstück: 96 Euro (leicht unter dem Durchschnittspreis in Europa)
  • Erlös pro verfügbarem Gästezimmer (RevPar): 69 Euro

Dieser kontinuierliche Aufwärtstrend lockt Investoren an, die trotz Überkapazitäten an manchen Standorten weiter Hotels bauen lassen. Pro Jahr entstehen in Deutschland knapp 30.000 zusätzliche Hotelzimmer. Das Investitionsvolumen liegt jährlich zwischen 13 und 14 Milliarden Euro. Es gibt mit Stand 2019 fast eine Million Hotelzimmer im Land – allerdings bei sinkender Zahl von Betrieben, die immer größer werden.

Hotellerie als Arbeitgeber

Die deutsche Hotellerie beschäftigt über 300.000 sozialversicherungspflichtig angestellte Kolleginnen und Kollegen. Inzwischen gibt es hier wie in anderen Bereichen einen spürbaren Fachkräftemangel. Der IHA-Chef Otto Lindner fordert daher Deutschlands Hoteliers auf, verstärkt in die Ausbildung zu investieren.

Schreibe einen Kommentar