Berufsfeld Rechtsanwalt

Rechtsanwälte vertreten Mandanten in Zivil- und Strafprozessen, wobei es die unterschiedlichen juristischen Sachgebiete gibt. Es steht einem Rechtsanwalt frei, sich auf eines oder mehrere dieser Gebiete zu spezialisieren. Der Beruf ist auf jeden Fall höchst interessant, aber keinesfalls durchweg so glamourös, wie es in den beliebten Anwaltsserien dargestellt wird. Die meisten Kanzleien wie Brender & Hülsmeier – Rechtsanwälte in Frankfurt am Main sind darüber hinaus auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert.

Berufsbild Rechtsanwalt: Mythos und Praxis

Das Berufsbild ist mit zwei gegensätzlichen Mythen behaftet: Entweder soll der Rechtsanwalt der wackere Vertreter des Rechts sein, der einem unschuldigen Angeklagten zum Freispruch verhilft oder auch im Zivilprozess den armen Verbraucher gegen den bösen und mächtigen Konzern vertritt (und natürlich obsiegt), oder er ist im negativen Sinn ein windiger Rechtsverdreher, der die Bösewichte vor ihrer gerechten Strafe schützt. Beides ist in dieser scharfen Zeichnung nicht korrekt. Ein Anwalt muss natürlich seinen Mandanten vertreten und dabei die Mittel des Rechts auszuschöpfen versuchen, doch das letzte Wort hat immer das Gericht. Vor diesem sind wir aber alle wie auf hoher See in Gottes Hand. Das Gericht wägt bei einem Prozess mehrere wichtige Faktoren und Meinungen gegeneinander ab: die mehr oder weniger eindeutige Rechtslage, die Meinung der beiden Kontrahenten, die Mehrheitsmeinung und die Minderheitsmeinung zu dem Fall. Der Anwalt versucht, das Gericht von der Meinung seines Mandanten zu überzeugen.

Tätigkeiten eines Rechtsanwalts

Der Rechtsanwalt prüft einen an ihn herangetragenen Fall, berät den Mandanten kostenpflichtig (Verrechnung gegen spätere Vertretungsgebühren im Prozess) und schlägt dann eine Vergleichs- oder Prozessstrategie vor. Wenn es zum Prozess kommt, vertritt der Anwalt seinen Mandanten vor Gericht. Es gibt etliche Fälle, in denen Rechtsanwälte einem klagewilligen oder von einer Klage betroffenen Mandanten vom Prozess abraten. In vielen weiteren Fällen streben sie den Vergleich mit der Gegenseite an, der für den Mandanten deutlich vorteilhafter sein kann. Im Übrigen ist der Rechtsanwalt auch mit Routinetätigkeiten wie E-Mails checken, Post beantworten, Telefonate führen und Akten bearbeiten beschäftigt.

Studium eines Rechtsanwalts

Ein Rechtsanwalt muss grundsätzlich an einer Hochschule ein Jurastudium absolviert haben. In Deutschland sind hierfür vier Semester Grundstudium und weitere fünf Semester Hauptstudium erforderlich. Während des Hauptstudiums spezialisieren sich die angehenden Anwälte auf ein Sachgebiet. Zum Grundstudium gehören auf jeden Fall:

  • Zivilrecht und bürgerliches Recht
  • Strafrecht
  • öffentliches Recht

Die möglichen Schwerpunkte im Hauptstudium sind sehr umfangreich, sie reichen vom europäischen Recht über Medien-, Umwelt-, Wettbewerbsrecht-, Handels-, Erb-, Familien-, Arbeits-, Sozial-, Straf- und Verbraucherrecht bis hin zum Kultur- und Kirchenrecht. Den Abschluss bildet das Staatsexamen.

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