Der Beruf des Immobiliensachverständigen

Immobiliensachverständige erstellen Gutachten zum ökonomischen Wert von Immobilien und Grundstücken. Daraus lassen sich marktgerechte Preise, Mieten, Pachten und Versicherungswerte ableiten.

Wie läuft die Tätigkeit von Immobiliensachverständigen praktisch ab?

Experten wie die Grund & Boden Wert GmbH – Immobiliensachverständige aus Stuttgart erhalten ihre Aufträge von Firmen, Banken, Versicherungen oder Privatpersonen. Sie beurteilen

  • Wohn- und Geschäftshäuser,
  • größere Gewerbeeinheiten (Produktionshallen, Einkaufszentren etc.),
  • Gebäude für die Nutzung durch Behörden,
  • Bauland,
  • Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft sowie
  • Flächen für den Straßenbau

in Bezug auf ihren aktuellen wirtschaftlichen Wert. Neben der Ermittlung eines realistischen Kauf-/Verkaufspreises ist ein Ziel der Begutachtung die Ermittlung von Miet-, Beleihungs- und Versicherungswerten. Dabei sind viele Detailfragen zu klären. Die Lage, die Bausubstanz und die Ausstattung spielen eine Rolle, doch bei Mietwertgutachten muss beispielsweise auch der lokale Mietspiegel herangezogen werden. Des Weiteren erstellen Immobiliensachverständige für den Handel von Immobilien die geforderten Verkehrswertgutachten, die eine präzise Basis für die Darstellung des Marktwertes sind. Das Ziel ist immer eine gerichtsfeste Wertermittlung, weil es auch um vermögensrechtliche Auseinandersetzungen – etwa im Scheidungs- oder Erbfall – gehen kann.

Was verdient ein Immobiliensachverständiger?

Der Bundesdurchschnitt liegt beim Verdienst im Jahr 2019 zwischen rund 4.200 bis 5.100 Euro brutto. Das genaue Einkommen hängt auch von der Region ab, in welcher der Sachverständige tätig ist.

Aus- und Weiterbildung

Ein Immobiliensachverständiger muss bestimmte Kernkompetenzen mitbringen. Dazu gehören die generelle Kenntnis der Gutachter- und Sachverständigentätigkeit bezüglich der Abläufe und Strukturen, die Expertise zur Immobilienbewertung, das Wissen um die Kundenberatung und -betreuung sowie die Fähigkeit, eine Immobilie nicht nur vollkommen exakt zu taxieren, sondern auch einen groben Wert einzuschätzen. Letzteres wird von Kunden oft unverbindlich angefragt, wenn der Sachverständige etwa einen Immobilienmakler berät. Zu dieser Einschätzung gehört auch die Beurteilung der Ertragsfähigkeit von Grund und Boden. Nicht zuletzt muss der Sachverständige etwas über den Immobilienkauf und -verkauf, über die Wohnungswirtschaft, über die verschiedenen Immobilientypen und zur Standortanalyse von Immobilien wissen. Juristische Grundkenntnisse werden in folgenden Bereichen verlangt:

  • Grundbuch- und Liegenschaftsrecht
  • Bau- und Architektenrecht
  • Steuerrecht
  • Makler- und Vertragsrecht
  • Mietrecht
  • Wohnungseigentumsrecht

Diese Kenntnisse erwerben Immobiliensachverständige im Rahmen einer Weiterbildung. Ihr ursprünglicher Beruf kann Bauingenieur oder auch Kaufmann für Immobilienwirtschaft sein, doch auch Quereinsteiger werden Immobiliensachverständige. Eine Anstellung finden die Experten bei Immobilienvermittlern (Maklern), in Immobiliengutachterbüros und bei Immobilienhandelsgesellschaften. Das eigentliche Makeln gehört prinzipiell nicht zu ihren Aufgaben, sie müssen aber mit den entsprechenden Vorgängen gut vertraut sein.