Berufsvorstellung: Schuldnerberater

Die Verschuldung deutscher Haushalte steigt weiter an, was den Beruf des Schuldnerberaters sehr bedeutsam macht. Es ist kein Ausbildungsberuf, doch es gibt Lehrgänge, die mit einem Zertifikat abschließen und den Teilnehmern anschließend ermöglichen, in der Schuldnerberatung tätig zu sein. Profis wie die Weg Adresse – Online Schuldnerberatung helfen Menschen gezielt aus den roten Zahlen zu kommen.

Voraussetzungen für den Beruf des Schuldnerberaters

Ein Studienabschluss ist erwünscht, um den Lehrgang als Schuldnerberater*in zu beginnen. Bevorzugte Fachrichtungen sind:

  • Betriebswirtschaft
  • Sozialpädagogik
  • Rechtswissenschaft

Sehr viele Schuldnerberater*innen kommen aus dem sozialpädagogischen oder psychologischen Bereich. Schulden haben zwar auch etwas mit der häuslichen Betriebswirtschaft und mit rechtlichen Problemen zu tun, doch noch häufiger sind die tieferliegenden Ursachen psychosoziale Probleme. Diese führen zu einer geringeren Leistungsfähigkeit bei den Einkünften und zu einem unkoordinierten, kontraproduktiven Konsumverhalten. Beides gemeinsam schafft unkontrollierbare Schulden.

Welche Ausbildungen zum Schuldnerberater gibt es?

Der Schuldnerberater heißt heute „Schulden-Coach“, außerdem bieten entsprechende Bildungsinstitute auch Ausbildungen zum Schulden-Coach für Jugendliche an. Diese Weiterbildung, die sich inhaltlich teilweise stark vom klassischen Schulden-Coach für Erwachsene unterscheidet, setzt auf eine umfassende Prävention. Jugendliche müssen lernen, mit Geld umzugehen. Die Ausbildung richtet sich gezielt an Fachkräfte, die in der Jugend- und Jugendgerichtshilfe oder beim Jugendamt tätig sind.

Das Können und Fachwissen eines Schuldnerberaters

Schuldnerberater bzw. Schulden-Coaches sind qualifiziert, um die Verschuldungssituation eines Menschen richtig einzuschätzen und Lösungsansätze aufzuzeigen. Diese beinhalten verschiedene Möglichkeiten des Schuldners, seine Situation in den Griff zu bekommen:

  • Verbesserung der Einnahmesituation
  • Reduzierung der Ausgaben
  • Verhandlung mit Gläubigern über die Streckung der Schulden und/oder einen Teilerlass
  • Ermittlung der psychosozialen Ursachen für die Verschuldung
  • daraus resultierend Veränderung des Verhaltens (Umgang mit Geld)
  • nötigenfalls Schritt in die Insolvenz

Der Schuldnerberater muss mehrere Aspekte angemessen einschätzen:

  • Ist die Verschuldungssituation noch beherrschbar oder ist die Insolvenz bzw. Abgabe der eidesstattlichen Versicherung unausweichlich?
  • Kann der Schuldner seine Einnahmesituation verbessern?
  • Ist private Hilfe zu erwarten?
  • Kann der Schuldner sein Verhalten ändern?
  • Sind ihm die Konsequenzen seiner Situation bewusst?

Ein Schuldnerberater muss dem Schuldner auch aufzeigen, welche juristischen Konsequenzen bei Überschuldung drohen. Der Schuldner denkt nur an (gerichtliche) Mahnbescheide oder Pfändungen, doch es werden auch Haftbefehle bei fehlender Abgabe der eidesstattlichen Versicherung vollstreckt. Außerdem droht die Obdachlosigkeit bei permanenten Mietschuldnern. Vielen Betroffenen ist das nicht bewusst, weil sie es verdrängen. Ein Schulden-Coach muss in der Lage sein, diesen Verdrängungsprozess aufzubrechen und dem Schuldner klarzumachen, dass es ein Leben mit und nach der Insolvenz gibt. Allerdings darf eine Insolvenz nicht voreilig beantragt werden, bevor alle anderen Mittel ausgeschöpft wurden. Das wäre Insolvenzbetrug. Also muss der Schuldnerberater genau ermitteln, welche Mittel dem Schuldner noch zur Verfügung stehen. All das verlangt insgesamt eine hohe Expertise.

Richtig bewerben

Viele Menschen schreiben zahllose Bewerbungen und erhalten keine Antworten oder eine Absage nach der anderen. Wahrscheinlich gibt es in ihrer Bewerbung kleine, aber bedeutende Fehler. Folgende Tipps können helfen, eine Bewerbung erfolgsträchtig zu gestalten:

#1: Qualifikationen richtig herausstellen

Bewerber punkten mit ihren Qualifikationen, das ist allgemein bekannt. Diese müssen sie aber auch richtig darstellen. Hierbei sind scheinbar kleine Formulierungen manchmal sehr entscheidend – so etwa ein „aber“ oder „leider“, das eigentlich vorhandene Fähigkeiten relativiert: „Leider spreche ich zu wenig Fachenglisch …“ oder „Englisch spreche ich, aber zu wenig für …“. Diese Formulierungen sind negativ und wirken damit in einer Bewerbung völlig kontraproduktiv. Richtig wäre: „Ich spreche Englisch und arbeite derzeit an meinem Fachenglisch im Bereich …“ (passend zur Stelle).

#2: Motivation für den Job betonen

Personalchefs wollen vor allem eines: Bewerber mit einer unabdingbaren Motivation für den Job. Diese kann mehr zählen als das rein fachliche Können. Fachwissen eignen wir uns heutzutage an, doch eine intrinsische Motivation ist über lange Zeit gewachsen und lässt uns im Job auch Durststrecken überstehen. Betonen Sie diese Motivation, indem Sie erklären, keinen Job lieber machen zu wollen als diesen, auf den Sie sich gerade bewerben!

#3: Bewerbung übersichtlich gestalten

Manche Bewerbungen sind inklusive Anschreiben, Lebenslauf und Auflistung der eigenen Qualifikationen unübersichtlich. Das ist extrem schlecht und vielleicht der Bewerbungskiller Nr. 1. Denken Sie daran: Ein Personalchef hat sehr wenig Zeit! Was er nicht buchstäblich auf einen Blick erfassen kann, interessiert ihn nicht mehr. Achten Sie auf die bestmögliche Übersichtlichkeit Ihrer Bewerbung!

Branchenvorstellung: Smart Factory

Die Smart Factory ist eine intelligente Fabrik. Der Begriff wurde erstmals für die Fertigungstechnik eingeführt und beschreibt eine Hightech-Strategie, welche die deutsche Bundesregierung im Rahmen der Industrie 4.0 fördert. Es geht um eine Produktionsumgebung mit Fertigungsanlagen und Logistiksystemen, die sich weitestgehend ohne menschlichen Eingriff selbst organisieren. Auch Unternehmen haben sich auf die Smart Factory Beratung und Weiterbildung spezialisiert und unterstützen produzierende Unternehmen dabei diesen Wandel optimal zu nutzen.

Möglichkeiten und Merkmale der Smart Factory

Vernetzte Produktionssysteme, die in dynamische Engineering- und Business-Prozesse eingebettet sind, können sehr viel rentabler Halbzeuge und Endprodukte herstellen – und das auch bei sehr kleinen Stückzahlen bis zur Losgröße 1. Dabei ist es zusätzlich möglich, individuelle Kundenwünsche genaustens zu berücksichtigen. Um eine Smart Factory zu realisieren, bedarf es cyber-physischer Systeme, die online miteinander kommunizieren (IoT = Internet of Things). Selbst Halbzeuge und Werkstücke kommunizieren mit der Fertigungsanlage, indem sie beispielsweise mittels RFID-Chip ihre Fertigungsinformationen liefern, welche die Fertigungsanlage auslesen kann. Diese Daten steuern ihren Weg durch die Produktionsstätte mit den einzelnen Fertigungsschritten. Die wichtigsten Merkmale einer Smart Factory sind:

  • Verschiedenen Komponenten mit Relevanz für die Fertigungsleistungen sind intelligent untereinander vernetzt. Es gibt eine interne und eine externe Vernetzung – Letztere kommuniziert auch mit einer anderen Smart Factory beispielsweise eines Zulieferers.
  • Die Produktion ist individualisiert. Produktionsabläufe lassen sich flexibel modellieren. Dadurch können Kleinserien, Prototypen und Individualprodukte in einem Kostenrahmen produziert werden, der vorher nur durch Massenproduktion möglich war. Diese sogenannte Customization (Anpassung an Kundenwünsche) schafft einen sehr großen Mehrwert.
  • Big-Data-Technologien und embedded Systems steuern und überwachen die Smart Factory und ihren Produktionsprozess.
  • Die meisten Services erfolgen durch Cloud Computing, was die interne Hardware entlastet.
  • Es werden überwiegend drahtlose Kommunikationstechniken zwischen Werkstück und Fertigungsanlage genutzt. Die Favoriten sind mit Stand 2019 RFID und Bluetooth, mit weiteren Technologien wird derzeit experimentiert.

Die Rolle der cyber-physischen Systeme

In der Smart Factory vermitteln cyber-physische Systeme (etwa die RFID-Chips) zwischen den realen und den virtuellen Komponenten. Als Schnittstelle zwischen Produktionsanlage (Hardware) und intelligenter Steuerung per Software sind sie hohen physischen Belastungen ausgesetzt. Dennoch muss ihre Sensor-, Funk- und Prozessortechnik auch unter Hitze, Kälte, Staub, Nässe und Vibration funktionieren. Das ist ein Grund dafür, dass RFID-Chips sich schon seit vielen Jahrzehnten halten, es gibt sie immerhin seit den 1940er Jahren. Sie halten solchen Belastungen stand und funktionieren dennoch zuverlässig.

Big Data Umfeld der Smart Factory

In einer Smart Factory werden riesige Datenmengen verarbeitet. Hierzu sind Big Data Technologien erforderlich. Die großen Datenmengen sind zunächst meist unstrukturiert. Sie müssen verarbeitet und gespeichert werden. Hierzu benötigt die Smart Factory eine sehr leistungsfähige IT, die für eine performante Datenverarbeitung mit kurzen Zugriffszeiten sorgt.

Welche Rolle spielt der Mensch in einer Smart Factory?

Menschen programmieren und überwachen eine Smart Factory, sie müssen aber nicht mehr aktiv in den Fertigungsprozess eingreifen. In günstigen Fällen organisiert sich dieser selbst, manchmal sind auch Optimierungen erforderlich. Zum grundlegenden Design einer Smart Factory gehört auch die Abstimmung von Schnittstellen mit externen Systemen, also vornehmlich denen anderer smarter Fabriken, welche Programmierer vornehmen müssen. Ein wichtiges Arbeitsmittel für Beschäftigte in einer Smart Factory ist VR (Virtual Reality). Damit können sie ohne physischen Kontakt auf die Systeme einwirken.